In ganz Europa entwickeln sich Restaurants zu digitalen Erlebnisräumen. Von modernen digitalen Menüanzeigen und Küchendisplays bis hin zu Selbstbedienungsterminals und ansprechender Beschilderung im Innenbereich – Bildschirmtechnologie verändert grundlegend, wie Restaurants bedienen, verkaufen und ihre Abläufe gestalten.
Eine aktuelle Umfrage unter 100 Restaurantbetreibern zeigt, wie schnell diese Transformation voranschreitet:
- 87 % haben im vergangenen Jahr zusätzliche Displays installiert.
- Zwei Drittel haben moderat erweitert; jeder Fünfte hat einen deutlichen Ausbau vorgenommen.
- Die meisten Standorte betreiben mittlerweile 3 bis 9 Bildschirme, einige verwalten sogar mehr als 30 Displays.
Was treibt die Investitionen in Displays an?
Restaurants investieren in Display-Technologie vor allem aus einem zentralen Grund: Geschwindigkeit. Schnellerer Service und eine zügigere Auftragsabwicklung liegen deutlich vor Arbeitsersparnis und Fehlerminimierung.
Die verborgene Herausforderung: Inhalte aktuell halten
Selbst die modernsten Setups stehen vor einem hartnäckigen Problem – der Content-Verwaltung.
Beeindruckende 88 % der Restaurants geben an, dass das Aktualisieren der Bildschirminhalte ihre größte Herausforderung ist. Und da mehr als die Hälfte weiterhin auf Displays aus dem Consumer-Bereich setzt, häufen sich technische Probleme:
- 64 % berichten über Helligkeits- oder Qualitätsprobleme.
- 50 % haben mit Bildschirmausfällen zu kämpfen.
Die Lösung? Zuverlässige Hardware in kommerzieller Qualität, kombiniert mit leistungsfähigen Content-Management-Systemen, die Updates nahtlos und zentralisiert ermöglichen.
Wer trifft die Entscheidungen?
Die Entscheidungsstrukturen hinter Display-Investitionen spiegeln die Vielfalt der europäischen Restaurantlandschaft wider:
- 50 % sind im Schnellgastronomie-Segment tätig, 31 % im klassischen Restaurantbereich mit Bedienung.
- 71 % der Befragten haben die endgültige Entscheidungsbefugnis.
- Eigentumsverhältnisse und Unternehmensführung spielen eine große Rolle: in fast der Hälfte der Fälle treiben Inhaber oder Geschäftsleitungen die Technologieentscheidungen voran, dicht gefolgt von IT-Teams und Betriebsleitern.
Mit wachsendem Filialnetz nimmt die lokale Entscheidungsfreiheit häufig ab – doch viele Franchisemodelle lassen weiterhin Spielraum für technologische Entscheidungen auf Filialebene.
Kennen Sie Ihren Käufer: Organisationsstruktur formt den Vertriebserfolg
Technologieentscheidungen in der Gastronomie werden je nach Eigentümerstruktur, Grad der lokalen Autonomie und Komplexität des Rollouts unterschiedlich getroffen. Das bedeutet: Der Vertriebsansatz sollte sich je nach Käuferprofil anpassen.
Zentralisierte Netzwerke
Von der Zentrale gesteuerte Strukturen mit Fokus auf nationale Rollouts und standortübergreifende Integration.
Gemischte / geteilte Strukturen
Geteilte Entscheidungsgewalt zwischen Zentrale und den Franchisenehmern bedeutet Flexibilität ist ebenso wichtig wie Konsistenz.
Unabhängige Betreiber
Schnell entscheidende Akteure, die einfache Kaufprozesse und klare Implementierung bevorzugen.
Dezentral organisierte Strukturen
Mehr Entscheidungsbefugnis auf lokaler Ebene führt oft zu vorsichtigeren Investitionsentscheidungen und höherem Bedarf an praktischer Validierung.
Was eine Demo-Zusage wirklich beeinflusst
Drei Faktoren entscheiden maßgeblich darüber, ob ein Demo-Angebot angenommen wird:
- Empfehlungen und Weiterempfehlungen von Kollegen (40 %)
- Sonderangebote oder kostenlose Testphasen (40 %)
- Praxisnahe Referenz- und Anwenderberichte (39 %)
Kombiniert mit einer klaren Darstellung des Mehrwerts (ROI) und kompakten, individuell zugeschnittenen Demos, steigt die Abschlusswahrscheinlichkeit deutlich.
Wie Restaurants technischen Support erhalten
Die Supportstrukturen sind vielfältig:
- 29 % verlassen sich auf Helpdesks der Franchisegeber
- 27 % nutzen interne IT- oder regionale Teams
- 22 % sind auf POS- oder Technologielieferanten angewiesen
Die zufriedensten Kunden? Diejenigen, die direkt von ihrem Technologieanbieter unterstützt werden – mit einer Gesamtzufriedenheit von 95 %.
Auswahl von Displays: Was wirklich zählt
Betreiber legen Wert auf zuverlässige, gut unterstützte und integrierte Technologien. Zu den wichtigsten Entscheidungskriterien gehören:
- Ruf der Marke (53 %)
- Preis (53 %)
- Garantie, Support und Langlebigkeit (51 %)
- Interaktivität (51 %)
Für 88 % der Betreiber ist zudem die nahtlose Integration mit POS-Systemen unverzichtbar.Die Markentreue zeigt sich hingegen uneinheitlich: Einige bleiben einem Anbieter treu, während andere je nach Displaytyp gezielt wechseln.
Hürden auf dem Weg zur Digitalisierung
Trotz der positiven Dynamik bestehen weiterhin einige Herausforderungen:
- Zu viele Anbieteroptionen verlangsamen die Entscheidungsfindung
- Schulungsdefizite und Herausforderungen bei der Mitarbeiterakzeptanz betreffen insbesondere kleinere Restaurants
- Integrationsaufwand und begrenzter lokaler Support stellen Betreiber mit mehreren Standorten vor Probleme
- Abstimmungsbedarf im Management verzögert Entscheidungen in Ketten und Franchises
Um Vertrauen aufzubauen, müssen Anbieter mehr sein als reine Produktlieferanten: Sie sollten als Partner und Berater auftreten, Komplexität reduzieren und praxisnahe Unterstützung bieten.
Das Aufkommen von KI und intelligenten Prozessen
Digitale Menüboards, Bestell-Apps und Planungstools sind inzwischen Standard – doch die nächste Entwicklungsstufe geht weit darüber hinaus. Fast 9 von 10 Betreibern planen den Einsatz von KI-gestützten Prognose- und Personalisierungslösungen. Das markiert einen klaren Wandel hin zu intelligenten, datengetriebenen Restaurantabläufen.
Bildschirme, die sich selbst finanzieren
Eine zusätzliche Erkenntnis: Rund 30 % der Restaurants nutzen ihre eigenen Displays bereits für Werbung von Drittanbietern, um zusätzliche Einnahmen zu generieren oder Hardwarekosten zu refinanzieren.
Besonders verbreitet ist dieses Modell in Fast-Casual-, Café- und QSR-Umgebungen, wo ein kontinuierlicher Kundenstrom hohe Sichtbarkeit garantiert.
Was Anbieter jetzt tun sollten
Für Technologieanbieter ist die Botschaft eindeutig:
- Das Content-Problem lösen – mit intelligenten, automatisierten CMS-Tools
- Ergebnisse verkaufen statt Funktionen – Fokus auf Geschwindigkeit, Genauigkeit und Effizienz
- Alles bündeln – kommerzielle Bildschirme, CMS und Support aus einer Hand
- Anbieterkomplexität reduzieren durch vollständige End-to-End-Integration
- Überzeugen sie schnell mit Demos, Pilotprojekten und praxisnahen Kundenfallstudien
- An die Entscheidungsstrukturen der Kunden anpassen – von großen Ketten bis hin zu unabhängigen Bistros
Die Quintessenz
Restaurants werden nicht nur digitalisiert – sie transformieren sich grundlegend. Digitale Displays entwickeln sich von dekorativen Elementen zu zentralen Geschäftsinstrumenten, die Markeninszenierung, Datenintelligenz und betriebliche Präzision miteinander verbinden.
Die Gewinner ab 2026 und darüber hinaus werden die Anbieter und Betreiber sein, die Bildschirme in eine Strategie verwandeln und damit schnelleren Service, stärkere Markenwirkung und intelligentes, skalierbares Wachstum ermöglichen.



